Es ist angerichtet.

Die Sonne scheint. Wie geschaffen für das Finale dahoam!
 

Es winkt Unsterblichkeit.

Mailand, 23.05.2001

Oliver Kahn – Samuel Osei Kuffour, Patrik Andersson, Thomas Linke – Willy Sagnol (46. Carsten Jancker), Owen Hargreaves, Hasan Salihamidžić, Stefan Effenberg, Bixente Lizarazu – Mehmet Scholl (108. Paulo Sérgio), Giovane Elber (100. Alexander Zickler)
 

München, 19.05.2012

Manuel Neuer – Philipp Lahm, Jérôme Boateng, Antaloly Tymoshuck, Diego Contento – Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos – Franck Ribéry, Thomas Müller, Arjen Robben – Mario Gómez
(Jörg Butt, Daniel van Buyten, Danijel Pranjć, Takashi Usami, Nils Petersen, Ivica Olić, – und die Gesperrten: Holger Badstuber, David Alaba, Luiz Gustavo)

Finale dahoam! Scheißt auf den BVB! Denkt an die Unsterblichkeit! Sie ist Euch gewiss!

2012 – und es ist immer noch zu wenig!

Über Lippenbekenntnisse sind die Entscheidungsträgerinnen und -träger, die in der Regel in Parlamenten sitzen und befinden, noch nicht hinausgekommen. Menschen mit Behinderungen sehen sich immer noch vielen Hindernissen ausgesetzt.
Gehörlose sind im öffentlich-rechtlichen Fernsehen immer noch zu oft vom Fernsehprogramm ausgeschlossen, weil immer noch nur wenige Sendungen mit Untertiteln versehen werden, Blinde sind an Kreuzungen immer noch zu sehr auf ihr Gehör angewiesen, weil es noch zu wenige Ampeln mit akustischen Signalen gibt, und Rollstuhlfahrer müssen immer noch viele Umwege in Kauf nehmen, um von A nach B zu gelangen. Menschen mit Mehrfachbehinderungen werden immer noch schräg angeschaut, oder nicht in Lokale reingelassen. Die Inklusion im Bildungsbereich steckt allenfalls in den Kinderschuhen, der erste Arbeitsmarkt schließt viele Menschen mit Behinderungen immer noch aus, ohne dafür ernsthafte Konsequenzen spüren zu müssen. Dazu gesellen sich für Betroffene wie deren Angehörige unzählige, erniedrigende Behördengänge, die einem Einfordern von Almosen gleichen.

Das sind nur einige Beispiele für den traurigen wie beschämenden Umstand, daß in einem hochentwickelten Land wie der Bundesrepublik Deutschland Menschen mit Behinderung immer noch ein Leben zweiter Klasse genießen dürfen, auch wenn ihre Ansprüche geringer sind als unsere.

Christiane Link, eine in London lebende rollstuhlfahrende Journalistin, beobachtet das Geschehen in Deutschland genau und hat ihre Schlussfolgerungen gezogen. Diestanz kann für den Blick von außen hilfreich sein. Mit „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen – ein Manifest“ hat sie einen Zehn-Punkte-Katalog formuliert, die ich so unterstütze und mit ihrer freundlichen Genehmigung so wiedergeben darf.

  1. Ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz mit Schadensersatzanspruch und Anspruch auf Beseitigung mit Klagerecht im Falle eines Verstoßes. Das Gesetz muss alle Lebensbereiche abdecken und private Einrichtungen einschließen. Ziel muss sein, dass kein behinderter Mensch aufgrund seiner Behinderung, einen schlechteren Service bekommt als ein nicht behinderter Mensch. Das schließt z.B. den Anspruch ein, Assistenzhunde überall hin mitnehmen zu dürfen.
  2. Ein Masterplan zur schulischen Integration behinderter Kinder mit einem Anspruch auf angemessene Förderung und Assistenz muss her. Derzeit gehen 80 Prozent aller behinderter Kinder auf Sonderschulen. Die meisten behinderten und nicht behinderten Kinder würden davon profitieren, wenn sie gemeinsam zur Schule gehen würden. Kinder, die nicht im Klassenverband unterrichtet werden können, müssen alternative Angebote bekommen.
  3. Eine Änderung des Rundfunkstaatsvertrages, die die Fernsehanstalten zu einer vollständigen Untertitelung ihres Programms verpflichtet, wie es bereits in den USA oder Großbritannien der Fall ist, muss her. Zugleich sind Vorgaben zu definieren, was die Audiodiskription und die Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache angeht. Die Einhaltung muss durch staatliche Stellen überprüft und ggf. geahndet werden.
  4. Das Recht auf selbstbestimmtes Leben muss in Gesetzen festgeschrieben werden. Dafür bedarf es eines Anspruchs auf persönliche Assistenz (z.B. Pflege, Kommunikationshilfe etc.) im Bedarfsfall unabhängig vom persönlichen Einkommen oder des Einkommens der Familie.
  5. Die Antragstellung für Hilfsmittel und Assistenz im Berufsleben ist viel zu kompliziert und langwierig. Das führt dazu, dass behinderte Menschen große Hürden haben, überhaupt arbeiten zu gehen. Es findet ein Verschiebebahnhof zwischen Kostenträgern statt und es wird einem ständig signalisiert, dass man besser nicht arbeiten sollte. Es sollte eine zentrale Stelle geschaffen werden, über die sämtliche Anträge laufen. Der Topf, aus dem Assistenz gezahlt wird, darf nicht gedeckelt werden.
  6. Deutschland braucht Maßnahmen und Programme, um die bisherige Sozialisation und Ausgrenzung behinderter Menschen zu überwinden. Dafür bedarf es Geld und die Bereitschaft aller, etwas ändern zu wollen. Das geht nicht ohne die Behindertenverbände, die sich mehrheitlich entscheiden müssen, ob sie Freizeitvereine sind und bleiben wollen, oder ob sie nicht doch politische Interessenverbände sind. Dazu gehört dann eine professionelle Kommunikation nach außen und eine klare politische Zielrichtung.
  7. Es müssen ordentliche Statistiken geführt werden, was die Inklusion behinderter Menschen angeht. Nur so kann überhaupt analysiert werden, wo die Probleme liegen. Wieviele Sportvereine haben behinderte Mitglieder? Wie viele Bewerber mit Behinderung hat ein Großkonzern? Wieviele stellt er davon ein? Wieviele behinderte Menschen nehmen an staatlich finanzierten Programmen / Veranstaltungen / etc. teil? Erreichen wir die Gruppe überhaupt?
  8. Das Strafrecht muss dringend reformiert werden. Kein Strafmaß darf geringer ausfallen, nur weil das Opfer eine Behinderung hat. Stattdessen muss der etwaigen Diskriminierung des Opfers aufgrund der Behinderung stärker Rechnung getragen werden.
  9. Der Zugang zu Bildung und Information ist auch für behinderte Menschen ein Grundrecht. Deshalb muss in Gesetzen sichergestellt werden, dass jeder Mensch Informationen in einer für ihn zugänglichen Form (z.B. elektronisch, in Gebärdensprache, Braille etc.) erhält – sowohl im staatlichen als auch im privatwirtschaftlichen Bereich.
  10. Die Erfolge sind jährlich zu überprüfen und in einem Bericht der Bundesregierung und aller Landesregierungen dezidiert darzulegen.

Das sind eine Menge Forderungen. Einige davon kosten Geld. Viel Geld. Andere kosten nur ein wenig Überwindung. Wenn Letzteres gelingt, stellt auch das Geld kein Problem mehr dar.
 

Hürde Niederflur – oder: wer reinkommt, ist drin.

Seit einigen Jahren ist der Fuhrpark der Münchner Trambahnen (die zwei unter der Woche fahrenden P-Züge sind zu vernachlässigen) und Busse nahezu barrierefrei. Nach der Umstellung auf Niederflurfahrzeuge ist auch das Corporate Identity in den Fahrzeugen zum Glück keine heilige Kuh mehr, und für sehgeschädigte Menschen gibt es inzwischen rote Haltewunschknöpfe auf gelben Haltestangen. Das ist eigentlich ein gutes Anzeichen für fortschreitende Barrierefreiheit im ÖPNV. Aber die Fahrzeuge täuschen über den wahren Zustand hinweg.

Das Problem sind die Haltestellen. Wer Bus fährt, darf sich darüber freuen, dass die Bordsteine so angehoben werden, dass der Bus nur noch wenig Mühe aufwenden muss, in die Knie zu gehen. Selbst in Waldtrudering inmitten der verwinkelsten Tempo 30-Zone gelingt das – mit Leitstreifen für blinde und sehgeschädigte Menschen.
Es sind immer noch zu wenige Haltestellen, aber der Fortschritt bei der barrierefreien Umgestaltung ist erkennbar.

So sollte es sein: Beispiel Ganghoferbrücke

Skandalös ist indes die Situation bei den Trambahnhaltestellen. Das liegt nicht an den wirklich überwiegend freundlichen Fahrerinnen und Fahrern, die an der ersten Tür den Hublift aktivieren, um auch den dritten Rollstuhl oder Kinderwagen im engen Kabuff hinter der ersten Tür unterzubringen. Das kostet Zeit und verursacht Verspätungen. Hätte sich das Personal der MVG an EU-Vorgaben gehalten, hätte es jahrelang nur einen Rollstuhl oder Kinderwagen pro Fahrzeug aufnehmen dürfen. Viele steigen auch aus, um gegebenenfalls nachzuhelfen. Nein, sie können nichts für die Bedingungen, die ihnen die Straße bietet.

Vor allem innerhalb des Mittleren Rings gang und gäbe: die Fahrbahn als Hindernis

Viele Haltestellen sind für mobilitätseingeschränkte Menschen ein unüberwindbares Hindernis. Häufig trennt sie die Straße vom Gehsteig. Bei der notwendigen Erneuerung von Gleisen wird an dem Zustand nichts geändert. So letztes Jahr in der Inneren Wiener/Ismaninger Straße. Die Haltestellen Am Gasteig, Wiener Platz und Max-Weber-Platz wurden trotz langer Sperrung nicht barrierefrei umgestaltet. Warum, wissen nur die Münchner Verkehrsgesellschaft und das Kreisverwaltungsreferat. Es gibt noch viele andere Haltestellen (Renatastraße – in Sichtweite einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen… –, Regerplatz, Clemensstraße, Wörthstraße, etc.)

Die Alternative in München: Insel mit Hürde

Bei den Haltestellen mit Inseln sieht es nur unwesentlich besser aus. In vielen anderen Städten sind sie so angelegt, daß fahrgast fast ebenerdig in die Straßenbahn einsteigen kann. Nicht so in München. Selbst auf den Neubaustrecken nicht. Ohne die zehn (?) Zentimeter Unterschied geht es wohl nicht.
Es ist eine Schande!

Die Niederflurzüge kosten eine Menge Geld und werden dadurch ad absurdum geführt, weil es nicht gelingt, die Haltestellen so zu gestalten, daß Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, auch wirklich etwas davon haben.
Man müsste nicht mal den Autoverkehr ausbremsen, um Fahrgästen, die entweder nicht oder nur schlecht zu Fuß sind, ein wenig mehr Komfort beim Ein- und Aussteigen zu müssen. Man kann es nämlich auch so gestalten, daß Autofahrer, wenn keine Straßenbahn hält, darüber fahren können (Beispielbild).

MVG und KVR haben die Verpflichtung, den ÖPNV wirklich barrierefrei auszubauen.
Es gibt viel zu tun!
 

Twitter-Rückblick Mai 2012, Vol. I

Nachtrag vom April…


 

Und nun der Mai. Ausfallendes zum Fußballspiel der letzten Woche finden Sie hier. (Lohnt sich aber nicht.)


 
Anderswo

anneschuessler
 

Frauenholz

Im Rahmen meiner Woche bei Munich Loves U unternahm ich auch einen ausflug in den finsteren Norden der Stadt. Ins Hasenbergl. Ein Viertel, das selbst bei Münchnern nicht wohlgelitten ist. Es versprüht nicht den Charme der Stadtteile innerhalb des Mittleren Rings. In den 50er und 60er Jahren hochgezogen ist es es neben Neuperlach das Münchner Schmuddelkind.
Aber das Hasenbergl ist besser als sein Ruf. Das liegt nicht unbedingt an Erkan und Stefan, die krass mit dem schlechten Image spielten, es aber auch über Bayerns Grenzen hinaus bekannt machten.

Blickrichtung Nordwest: Frauenholz

Im Norden des Hasenbergls befindet sich das Frauenholz. Ganz schlimmes Eck. So besagt es zumindest die Legende. An der Grenze zu Schließheim gelegen wurde es als Wohnlager bekannt und als Ecke verschrien, in die man seine Tochter nicht gerne sah.
Aber wer die Niederungen anderer Städte gesehen hat, wird auch das Frauenholz eher mit eine Lächeln betrachten.

Typisches Hofensemble

Die Häuser sind nicht schön, machen aber einen zweckmäßigeren Eindruck als in den zahlreichen Neubaugebieten der Stadt. Parterrefenster, die bis zum Trottoir reichen, gibt es dort nicht.

Last Exit Frauenholz

Auch Kleingärten gibt es im Frauenholz

RuheRuhige Plätzchen sind keine Seltenheit

Schwierig wird es für die Besucher und Anwohner, die ein Lokal suchen. Sie werden dort auf klassischem Weg nicht fündig. Es sei denn, sie stehen auf Stehplätze an der frischen Luft…

Klassische Restaurantszene

Für den kirchlichen Segen ist gesorgt: Mariä Sieben Leiden

Wenn es es einen Schandfleck im Frauenholz git, ist es die heruntergkeommene Ladenpassage in der Fortnerstraße. Daran wird sich, nachdem Mira 300 Meter sich weiter südlich bunt ausgebreitet hat, leider nichts mehr ändern.

Stüberl in der Ladenpassage

Noch mehr Bilder vom meinem Streifzug durchs Frauenholz gibt es in diesem Album.
 

Erlebnispädagogik mit Lena

838. Tatort: Der Wald steht schwarz und schweiget (Odenthal/SWR)

Die passionierte Pilzesammlerin Frau Schnippenkötter findet eine Leiche im Pfälzerwald. Die Kommissarin ist zufällig in der Nähe und verschwindet ebenso wie die Leiche. Jugendliche haben sie entführt und zeigen ihr das Überleben im Wald. Gefährliche Bahnstrecken werden überquert, Lagerfeuerromantik kommt. Es fehlt nur noch die obligatorische Gitarre, auf der Gassenhauer herunterschrubbt werden. Das gleicht eher einer erlebnispädagogischen Fortbildung für angehende Erzieherinnen und Erzieher denn einem Krimi, der etwas zu erzählen hat. Nicht einmal Schlangen oder Allergie auslösende Mückenstiche gibt es. Der um seine Kollegin bangende Kopper wäre besser mit Kettensägen angerückt. Das entspräche wenigstens seinem Charakter als Heißsporn als dieses diffuse Agieren, das ihm ins Drehbuch geschrieben wurde.
Der Wald, eigentlich eine schöne und interessante Kulisse, spielt eine belanglose Nebenrolle; ein Kellerraum in den Baden-Badener Studios hätte angesichts des langweiligen Plots von Dorothee Schön, der von Ed Herzog langatmig umgesetzt wurde, vollkommen ausgereicht.
Ein Ausflug ins Walderlebniszentrum GRünwald ist selbst für Erwachsene spannender als dieser Film. (3/10)

Besetzung: Ulrike Folkerts (Hauptkommissarin Lena Odenthal), Andreas Hoppe (Hauptkommissar Mario Kopper), Peter Espeloer (Kriminaltechniker Peter Becker), Annalena Schmidt (Edith Keller);
Frederick Lau, Edin Hasanovic, Adrian Saidi, Tomas Lemarquis, Theo Trebs, Thomas Lawinky, Heidemarie Brüny u.v.a
Drehbuch: Dorothee Schön; Regie: Ed Herzog
Erstausstrahlung: 13.05.2012
Hintergrund: Tatort-Fundus, Pressemappe des SWR (PDF), Tatort+: Online-Ermittlen
Meinungen: der Wahlberliner, ein verhexter ort, Tatort-News, Tittelbach.tv, Tatort-Forum
Bildausschnitt: SWR/Peter A. Schmidt

 

Nach dem Finale ist vor dem Finale.

Herzlichen Glückwunsch, Borussia Dortmund!
Zur Meisterschaft, zum Pokalsieg und zu drei Siegen gegen den FC Bayern in dieser Saison!

Kevin Großkreutz ließ sich zur Feier des Abends mal wieder vor laufenden Kameras die Haare schneiden (so ein Jahr vergeht ja auch schnell), während Philipp Lahm den FC Bayern als die bessere Mannschaft gesehen haben will. Sei’s drum.
Analysieren sollen Andere.

Sogar der blaue Ude ließ einen Twitterer in die Stadt, die nun weder in Oberfranken oder in einem anderen Regierungsbezirk Bayerns liegt, einfliegen. Berlin befindet sich außerhalb Bayerns; daran zweifelt nicht einmal Horst Seehofer.

(Er weckte mit diesem Tweet Zweifel an der Echtheit dieses Accounts.)

Es ging aber dann doch sehr schnell ans Eingemachte…

Wäre eine Alternative gewesen…

Und es wird einem nichts erspart. Was nichtssagende Politikerinterviews (“Es war ein hinreißendes Spiel”, so Bundespräsident Joachim Gauck) im Fernsehen sind, sind die Kommentare von sachkundigen Experten aus Film, Funk und Fernsehen auf Twitter.

Aber die erprobte Rampensau @codeispoetry kennt sich aus und ließ uns über @MunichLovesU wissen:

Während man sich in München auf das richtige Finale vorbereitet…

In diesem Sinne: Mehr (oder weniger) nächste Woche.
Wenn der FC Bayern sein Champions League-Gesicht gezeigt hat, das heuer weitaus freundlicher ist.
In den großen Pott passt auch mehr rein.
 

Ruhestraße

Die Straße heißt wirklich so. Sie liegt westlich vom Paulaner in der Au und verliert ihre Idylle, wenn sie an ihrem östlichen Ende, der Hochstraße, ein Eck mit dem Salvatorkeller teilt.
 

Durch dunkle Wolken geradeaus

Dieses Blog verkündet es eigentlich seit seinem Bestehen. Das liegt nun auch schon fünf Jahre zurück. Die P-Züge fahren nicht mehr lange. Inzwischen fahren sie im 47. Jahr durch München. Und die inzwischen nur noch zwei Züge bekommen immer wieder neue Steckschilder, weil sie dann eben auch noch die Umleitung ihrer neuen Linie fahren müssen.
Seit dieser Woche fährt ein P-Zug (der andere fährt auf der Linie 17 zwischen Amalienburgstraße – Schloß Nymphenburg – Hauptbahnhof – Sendlinger Tor – Mariahilfplatz – Schwanseestraße) mehr oder weniger geradeaus. Der 27er wird in den kommenden zwei Monaten zum Scheidplatz geführt, weil der Hohenzollernplatz barrierefrei umgebaut wird. Er fährt also vom Scheidplatz kommen mehr oder weniger geradeaus durch die Belgradstraße, Nordendstraße, Barer Straße, Ottostraße zum Stachus, bevor er am Sendlinger Tor wendet. Zumindest schematisch ist das geradeaus.
Und es ist eine schnelle Maxvorstadt-Schwabing-Tour.

Aber die dunklen Wolken und die Kräne deuten darauf hin, dass es nicht mehr lange dauert, bis diese fast 50-jährige Ära endet.

Oder drehen sie im Dezember doch noch die eine oder andere Ehrenrunde auf dem 28er, weil es immer noch zu wenige mit dem Segen der Regierung von Oberbayern einsatzbereite Trambahnen gibt?

[Die P-Züge auf Strecke können Sie auch auf bei den benachbarten und befreundeten Tramgeschichten zumindest im Bild wahrnehmen.]
 

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