Ich koche gerne, aber selten. Single-Haushalt gepaart mit Depression – Sie wissen schon. Ein Hobby, das quasi brachliegt. Nicht nur zu meinem Nachteil.
Zum Glück überkommt es mich manchmal. Nudeln sind vieles, aber nicht alles.

Ich koche gerne nach.
Diesmal die Kartoffel-Möhren-Cremesuppe von Ninette Halbbluthobbit. Sie ist sicher keine Anfängerin am Herd, dennoch bloggt sie erst seit kurzem übers Zelebrieren am Herd.
Dennoch nenne ich sie der Einfachheit halber Kartoffelkarottensuppe.
Diese Zutaten dürfen nicht fehlen:
- 5 bis 6 mittelgroße Kartoffeln
- ebenso viele Möhren gleicher Beschaffenheit
- 1 mittelgroße Zwiebel
- ein Becher saure Sahne
- ein Liter Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer, Ingwer, Curry nach Geschmack
Haben Sie Probleme einen Liter zu portionieren?
Da sind Sie nicht alein. Ja, ich auch. Aber dafür gibt es den Π-mal-Daumen-Messbecher. Der ist nicht genau, aber dennoch hilfreich. A Maß is a Maß! Mathematische Kenntnisse, außer das ein Drittel mehr als ein Viertel ist, sind nicht erforderlich.
Nur bei der Stammwürze, also der Brühe müssen Sie ein wenig experimentieren. Probieren Sie es aus! Für meinen Geschmack reichen drei bis vier Teelöffel (kurz: 3 – 4 TL) aus. Aber ich habe nicht mitgezählt. Aber Kochen ist auch Interpretatiion und Inspiration. Ansonsten: Mut zum Risiko!
Schmeißen Sie erst die halbe Zwíebel, dann die gelbenn Rüben und am Schluss die Kartoffeln in den nicht zu knapp bemessenen Topf. Köcheln – nicht kochen! – lassen. Sparflamme darf man nicht unterschätzen!
Die Gewürze werden erst am Schluss beigefügt. Nicht nur, weil es der Ingwer-Papast Alfons Schuhbeck so sagt. In dem Punkt hat er einfach recht.
Was Ninette volkommen zurecht erwähnt, wenn auch nur am Schluss, ist die gustatorisch nicht zu wiederlegende Tatsache, daß die Suppe einen Tag ziehen muss. Und das nicht nuur wegen des Ingwers. So eine Kartoffelsuppe ist wie ein Eintopf und entfaltet seinen Geschmack erst nach einer Nacht.
Und jetzt verlässt die Suppe den vegetarischen Weg.

Jetzt können Sie die Würstel in den Topf schmeißen, oder Teile des Gekochten einfrieren – ohne Würstel! Das Fleisch ist kein Gemüse und kein Gewürz und beansprucht – folgerichtig oder folgefalsch – eine Sonderrolle.
Das Ergebnis ist dann Wurscht – oder eben auch nicht. Aber es schmeckt hervorragend!
An Guadn!


(Screenshot: 
Bild:
Roy Orbison: You Got It

















Fremdneurosen